Wie gestaltet man eine Hochzeitszeitung? Von der Idee bis zu Gestaltung und Druck

Hochzeitszeitung ideen

Entscheidet sich ein Paar zu heiraten, möchten die Trauzeugen oft das Brautpaar und die Hochzeitsgäste mit einer Hochzeitszeitung überraschen. Diese dient nicht nur den frisch Vermählten als Erinnerungsstück, sondern frischt fast schon vergessene Anekdoten aus der Junggesellenzeit des Brautpaars wieder auf und sorgt für eine ausgelassene Stimmung unter den Gästen. Eine Hochzeitszeitung kann natürlich auch für eine anstehende Silberhochzeit oder Goldene Hochzeit produziert werden. Geeignete Hochzeitszeitung Ideen und Inhalte lassen sich auch für diese Anlässe finden.

Doch wie fängt man an bei der Gestaltung einer Hochzeitszeitung? Wo findet man geeignete Ideen, Vorlagen, Beispiele und Texte? Wie bei allem, sollte man so früh wie möglich mit der Planung einer Hochzeitszeitung beginnen.

Hochzeitszeitung Ideen: Erste Überlegungen und Zeitplan

Um die Hochzeitszeitung bis zum Tag der Vermählung fertig zu haben, sollte man einen breit aufgestellten Zeitplan festlegen. Nichts ist schlimmer, als am Ende nicht das gewünschte Ergebnis zu erzielen, nur weil man sich zeitlich verkalkuliert hat und schlimmstenfalls nicht fertig geworden ist.
Am Besten rechnet man mit einer Bearbeitungszeit von ca. 3 Monaten. Erkundigen Sie sich vorab schon einmal nach der Produktionszeit, die Druck und Buchbinderei in Anspruch nehmen wird, damit Sie den Endtermin festlegen können, zu dem die Gestaltung und die Druckdaten für die Hochzeitszeitung fertig sein müssen. Um sicher zu gehen sollten hier mindestens 14 Tage vor dem Hochzeitstermin veranschlagt werden.

Zuerst muss das Material für die Inhalte der Hochzeitszeitung gesammelt werden. Als Erstes müssen Freunde, Verwandte und Bekannte des Brautpaares angesprochen werden, ob diese Bilder oder gar Texte beisteuern können und ob sie weitere Ideen für den Inhalt haben. Fotos und Anekdoten aus der Kinder- und Jugendzeit fragen Sie am Besten bei den Eltern, Geschwistern oder sonstigen engen Verwandten des Brautpaares an. Lustige Geschichten und Erfahrungen erhalten Sie von den engen Freunden, Arbeitskollegen oder Vereinsfreunden. Natürlich kann auch das Brautpaar selbst Informationen liefern, jedoch sollten Sie es vermeiden, dass es gleich durchschaut, für was Sie diese Informationen benötigen. Die Hochzeitszeitung soll ja eine Überraschung sein.

Bilden Sie am Besten ein kleines Team, um die Arbeiten und das Sammeln von Material auf mehrere Schultern zu verteilen. Mit diesem Team können Sie auch ein kleines Brainstorming für die Ideenfindung vornehmen.

Zu den ersten Überlegungen gehört sicherlich, wie viele Exemplare der Hochzeitszeitung benötigt werden. Je nach Anzahl der Hochzeitsgäste und Zahl der eingeladenen Familien, für die sicherlich ein Exemplar pro Familie reicht, kann man als Richtwert ca. die Hälfte der eingeladenen Gäste nehmen. Sicherzustellen ist, dass am Ende das Brautpaar, die Trauzeugen und die Familie des Brautpaars jeweils mit mindestens einem Exemplar ausgestattet sind.

Die Anzahl der Seiten hängt natürlich von der Menge des gesammelten und zu verwendenden Materials ab. Jedoch kann auch das zur Verfügung stehende Budget für den Druck der Zeitung eine Rolle spielen. Klären Sie im Vorfeld, wieviel die Hochzeitszeitung von der Produktion her kosten darf und wer dies finanziert.

Besprechen Sie im Team das grundsätzliche Design der Hochzeitszeitung und versuchen Sie, die einzelnen Seiten gemäß dieser Richtlinie einheitlich zu gestalten. Eine Vorlage für das Design finden Sie im Internet.

Generell kann man den Zeitplan wie folgt festlegen:

3 Monate vor der Hochzeit:

  • Festlegen des Teams
  • Verteilen der Aufgaben
  • Sammeln der Beiträge und Fotos
  • Grobe Planung der Inhalte.

2 Monate vor der Hochzeit:

  • Besprechen und Strukturieren der Inhalte
  • Sortieren der Texte und Fotos
  • Organisieren von noch fehlenden Beiträgen und Bildern
  • Anfertigen des Layouts

1 Monat vor der Hochzeit:

  • Das Layout sollte soweit fertig sein
  • Korrekturlesen der Texte (auch ruhig von einer nicht beteiligten Person)
  • Prüfen des Layouts und der Bildqualität
  • Korrekturen ausführen
  • Druckdaten erstellen (meistens PDF-Datei)

2 Wochen vor der Hochzeit:

  • Die Druckdaten gehen in den Druck

1 Woche vor der Hochzeit:

Am Hochzeitstag:

  • Die Hochzeitszeitungen mit ins Gepäck nehmen und nicht in der Hektik vergessen 🙂
Ideen, Texte und Beispiele für eine Hochzeitszeitung

#63695533 | © sp4764 – Fotolia.com

Hochzeitszeitung Ideen: Inhalt

Neben Fotos und Erinnerungstexten können auch Steckbriefe, Interviews, Witze und ähnliches als Inhalte für die Hochzeitszeitung dienen. Ihrer Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Die Beiträge sollten auf jeden Fall witzig, kreativ und lieber etwas provokativ mit viel Wiedererkennungswert geschrieben sein. Nichts ist langweiliger als ein zu lieb gemeinter Text ohne Passagen, die die Gäste zum Schmunzeln bringen.

Auch die Auswahl der Bilder sollte gut überlegt sein. Fotos sollten lustige aber auch markante Momente aus dem Leben von Braut und Bräutigam wiederspiegeln. Allerdings ohne verletzend zu sein oder Braut oder Bräutigam peinlich berührt dastehen zu lassen. Die Privatsphäre des Brautpaars muss auf jeden Fall gewahrt bleiben und Fotos mit dem oder der Ex haben am Hochzeitstag nichts zu suchen. In jedem Fall soll das Brautpaar und auch der Anlass für diese Zeitung im Mittelpunkt stehen.

Wenn sich jemand aufs Zeichnen versteht, sind auch Karikaturen oder Cartoons gute Inhalte für die Hochzeitszeitung. Rätsel oder Spiele, wie z.B. ein Leiterspiel mit dem Brautpaar als Spielfiguren zum Ausschneiden, erhöhen den Unterhaltungswert der Hochzeitszeitung.

Ideen für die Hochzeitszeitung:

  • Titelblatt mit Karikatur des Brautpaars
  • Inhaltsverzeichnis
  • Vorwort der Redaktion
  • Steckbriefe des Brautpaars und der Trauzeugen
  • Berichte mit lustigen und schönen Erinnerungen (Kennenlernen, Arbeit, Hobbys, Urlaub, Sport etc.)
  • Fotocollagen
  • Foto-Story mit Fotos des Brautpaares, die eine witzige Geschichte erzählen.
  • Lebensläufe des Brautpaars
  • Interviews mit Brautpaar, Eltern oder Trauzeugen
  • Horoskope/Sternzeichen des Brautpaars
  • Partnerschaftstests
  • Stammbaum
  • Informationen rund um die Hochzeit, das Standesamt, die Kirche, den Ort der Feier
  • Rätsel
  • Quiz „Wie gut kennt sich/kennen Sie das Brautpaar?“
  • Spiele mit Spielfiguren zum Ausschneiden
  • Witze
  • Gedichte, Lieder, Zitate (Ideen gibts z.B. bei www.festpark.de)
  • Glückwünsche von Freunden und Verwandten
  • Cartoons
  • Rezepte für Lieblingsspeisen/Cocktails
  • Lustige Tipps für das Eheleben
  • Ausreden für alle Lebenslagen
  • Lustige Formulare für z.B. Antrag auf Ausgeherlaubnis oder Wunschbaby-Bestellung
  • Auflistung der wichtigsten Hochzeitstage
  • Impressum

Hochzeitszeitung Ideen: Die Gestaltung

Früher wurde eine Hochzeitszeitung in mühevoller Handarbeit gefertigt. Texte wurden teils per Hand teils auf der Schreibmaschine geschrieben, Bilder wurden zurechtgeschnitten, aufgeklebt und mit dem Kopierer vervielfältigt. Die Einzelseiten wurden dann exemplarweise mit einer Klebebindung und einem besonderen Umschlag versehen. Das Ergebnis war eine zwar liebevoll hergestellte Zeitung, sah jedoch auch etwas unprofessionell aus.

Heute nutzt man – wie für fast alles – den Computer mit seinen zahlreichen Gestaltungs- und Layoutprogrammen. Ob mit Microsoft Office-Programmen oder Adobe InDesign, Scribus etc., diese Programme bieten ein breites Spektrum zum Layouten einer Hochzeitszeitung und sind in der Lage, ein professionelles Druckprodukt zu erstellen.

Je nach Text- und Bildmenge kann man dann entscheiden, welches Format und wie viele Seiten die Hochzeitszeitung erhalten soll. Die üblichen Formate sind:

  • DIN A4 für mehrseitige Broschüren mit viel Platz für Inhalte und Bilder,
  • DIN A5 für mehrseitige Broschüren mit mehreren kurzen Artikeln,
  • DIN A3 für tageszeitungsähnliche Gestaltungen.

Denken Sie bei der Gestaltung der Hochzeitszeitung auch daran, eine gut lesbare Schriftgröße zu verwenden. Besonders die älteren Gäste werden es ihnen danken.

Beim Digitalisieren der Bilder sollten Sie darauf achten, dass später in der Druckerei eine Bildauflösung von 300 dpi benötigt wird. Verzichten Sie deshalb auf zu gering aufgelöste Fotos, z. B. aus dem Internet. Diese sind für den Druck nicht geeignet und sehen später verschwommen aus.

Hochzeitszeitung Ideen: Die Bindung

Meistens ist es sinnvoll, sich bereits im Vorfeld zu überlegen, welche Bindung die Hochzeitszeitung erhalten soll. Es ist nicht nur eine Frage der Optik sondern auch ein preislicher Unterschied in der Herstellung. Je nach Seitenanzahl kann man unter verschiedenen Bindungsarten für eine Hochzeitszeitung wählen. Je nach gewünschter Auflage und Seitenzahl der Zeitung entscheidet man sich für die sinnvollste Bindungsart und die Bindung, die den gewünschten Look der Hochzeitszeitung unterstreicht.

Die gängigste Bindung ist die Klammerheftung, die bereits ab 8 Seiten bis hin zu 96 Seiten Inhalt möglich ist. Hierbei werden die Druckbögen und der Umschlag in der Mitte gefalzt, ineinandergesteckt und mit zwei Drahtklammern geheftet.

Klebebindungen, bei denen die Inhaltsseiten mit einem Umschlag verleimt werden, werden meist ab ca. 60 Seiten bis hin zu ca. 200 Seiten angeboten. Druckereien bzw. Buchbindereien bieten diese Bindungen meist erst ab einer gewissen Auflage an. Hier sollte man vorher anfragen, ab wieviel Exemplaren zum Beispiel Klammerheftungen oder Klebebindungen möglich sind.

Für kleinere Auflagen kann man auch eine Ringbindung verwenden, diese gibt es aus einem stabilen, hochwertigen Draht (Wire-O-Bindung) oder auch aus einem preiswerten Kunststoff, die auch in Copy-Shops angeboten wird. Die Kunststoffbindung sieht gegebenermaßen natürlich weniger professionell aus.

Je nach Bindungsart muss man die jeweiligen Spezifikationen zum Anlegen der Druckdaten beachten. Die meisten Druckereien bieten hierzu entsprechende Datenblätter und Informationen auf ihrer Homepage an.

Hochzeitszeitung Ideen: Druck und Vervielfältigung

Sobald Sie das Layout der Hochzeitszeitung abgeschlossen, mehrfach geprüft und Korrektur gelesen haben, kann das Dokument in den Druck gehen. Speichern Sie das Layout als eine druckfähige PDF-Datei mit einer Auflösung von 300 dpi ab und achten Sie darauf, dass alle Schriften in die Datei eingebettet sind. Die genauen Informationen, wie Sie Ihre Druckdaten anlegen müssen, erfahren Sie bei der von Ihnen gewählten Druckerei (z.B. bei www.druckportal.de).

Je nach Auflagenhöhe bietet sich hier der Druck in einer professionellen Digitaldruckerei an, die meist erheblich günstiger ist als Copy-Shops oder das Ausdrucken auf dem heimischen Drucker. Auch Online-Druckereien bieten in diesem Segment sehr günstige Preise für Ihre Broschüren an, die Sie über deren Web-Shop direkt einsehen können.